Justine kept calm and went vegan - Interview zum Thema Histamine

 

1. Liebe Justine, ich freue mich, dass du und heute ein paar Fragen zum Thema Histamie und vegane Ernährung beantwortest. Kannst du dich kurz vorstellen? 

Na klar, sehr gerne! Ich bin Justine, 26 Jahre alt und lebe in Wien. Ich blogge schon seit über sechs Jahren zu den Themen vegane Ernährung, Nachhaltigkeit, Fair Fashion und einfach allem, was mich bewegt. 

2. Warum hast du dich für eine histaminarme und vegane Ernährung entschieden?

Vegan wurde ich vor etwa sieben Jahren, nachdem ich die Doku Earthlings gesehen hatte. Es war so grausam, dass ich sie nichtmal zu Ende schauen konnte. Ich war davor schon jahrelang Vegetarierin, hatte mir aber keine Gedanken über das Leid in der Milch- und Eierindustrie gemacht. Die Doku hat meine Augen geöffnet und somit wurden mein Freund und ich über Nacht zu Veganern. Seitdem haben wir es keine Sekunde bereut. Wir lieben die Vielfalt, die die pflanzliche Küche zu bieten hat und wir toben uns in der Küche gerne kreativ aus. Wir haben so viele neue Lebensmittel kennengelernt, unglaublich!

Vor wenigen Jahren wurde bei mir dann eine Histaminintoleranz diagnostiziert. Ich wusste damals überhaupt nicht, wie ich mich ernähren soll, war total planlos. Ich meine, wie soll man sich vegan, glutenfrei und histaminfrei ernähren und auch noch Spaß beim Essen und Vielfalt auf dem Teller haben? 

Ich wusste, dass es für meinen Körper wichtig ist, erstmal auf Histamin zu verzichten, gleichzeitig wollte ich nicht auf guten Geschmack verzichten. Ich habe mich dann einfach auf all das konzentriert, was ich eben essen darf und nicht auf das, was nicht. 

Ich habe dann haufenweise köstliche Rezepte kreiert, die alle strikt histaminarm nach der SIGHI-Liste sind, zusätzlich vegan und glutenfrei und die einfach allesamt so gut schmecken, dass ich mich gut auf diesen neuen Lebensabschnitt einlassen konnte. Ich hatte nicht mehr das Gefühl, die ganze Zeit zu verzichten. Es hat Spaß gemacht zu essen und auch alles zu vertragen, was ich da so aß. 

Ich wollte all diese Rezepte gerne weitergeben. Somit ist dann mein eBook mit fast 100 leckeren Rezepten und seitenweise Tipps rund um Histaminintoleranz entstanden. Von Lasagne, über Salate und schnelle Lunch-Bowls, Suppen, Dips, Kräcker, Klöße, Gnocchi bis hin zu Muffins, Kuchen und vielem mehr ist da alles drin, was das Herz und der intolerante Gaumen begehrt. 

Ich habe mich fast 2 Jahre lang strikt histaminfrei ernährt, aber seit über 6 Monaten vertrage ich durch Darmaufbau, Bitterstoffe & Co wieder mehr und meine Intoleranz verabschiedet sich glücklicherweise langsam.

3. Welche Erfahrungen hast du mit holistischer Gesundheit?

Holistische Gesundheit ist das Konzept nach dem ich lebe. Alles hängt miteinander zusammen und steht in Interaktion. Seele, Körper und Geist. Deshalb war für mich auch klar, dass ich meine ganzen chronischen Leiden (Intoleranz, Haarausfall, Rosazea, Hashimoto, usw.) nur ganzheitlich heilen kann. Eben nicht nur über die Ernährung, sondern auch über’s Nervensystem, indem ich seelische und psychische Themen aufarbeite und mehr. 

4. Welche Auswirkungen hat deine Ernährungsform auf die Gesundheit?

Die vegane, histaminarme, glutenfreie und einfach rundum gesunde und ausgewogene Ernährung hat mir gut getan, hat meinen Körper und vor allem meinen Darm und das Immunsystem entlastet. Eine Ernährung, die an die Leiden angepasst ist (bzw. Rücksicht nimmt), die man heilen möchte, ist natürlich unheimlich wichtig und in erster Linie eine Entlastung für das System. Aktuell ernähre ich mich vegan, glutenfrei, überwiegend ohne raffinierten Zucker, semi-histaminarm und so bunt wie möglich. Meine Ernährungsform ist entzündungshemmend, grün, gut für den Darm, schmeckt mir und tut somit auch meiner Seele gut.

5. Was hältst du von Intervall Fasten?

Ich habe dazu viel recherchiert und es auch über ein Jahr lang praktiziert, zeitweise sogar ziemlich hardcore, nämlich 20:4, also 20 Stunden nichts essen, dann innerhalb der nächsten vier Stunden essen. Es ist mir leicht gefallen und es hat mir vermeintlich gut getan, aber anscheinend war es doch nicht das richtige für meinen Organismus, denn so richtig in die Heilung gekommen, bin ich erst, als ich damit aufgehört habe. Inwiefern es damit überhaupt zusammenhängt, weiß ich jedoch nicht. Dennoch finde ich Intervallfasten nach wie vor großartig. Es ist nur nicht für jede*n was oder für jeden Lebensabschnitt geeignet.

6. Welche Tipps gibst du uns für die Umstellung auf eine vegane und histaminarme  Ernährung?

Umstellung auf histaminarme Ernährung:

  • Auf das konzentrieren, was du essen darfst, nicht auf das, was du nicht essen sollst
  • An die SIGHI-Liste halten
  • Freude an der histaminarme Ernährung finden, kreativ werden
  • tolle Kochbücher zum Thema besorgen (wie mein eBook bspw. ;-) )
  • mit anderen connecten, die auch histaminarm leben


Umstellung auf vegane Ernährung:

Da sehen meine Empfehlungen eigentlich recht ähnlich aus. Spaß daran haben, die vegane Küche zu entdecken, neue Lieblingsrezepte finden und sich auf neue Geschmäcker einlassen ist sicherlich ein guter Anfang!

Herzlichen Dank für die Beantwortung der Fragen.

Hier geht es zum Blog von Justine: justinekeptcalmandwentvegan.com

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Elke Blidon
Am Hamberg 18
74821 Mosbach

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